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Innerstädtische Brache wird lebendiges Zentrum

Der Engelplatz mitten in der Stadt ist durch die KulturArena und das wiedererrichtete Karmelitenkloster einer der Besuchermagneten in Jenas Stadtzentrum. Nun wird auch die bisher brachliegende Fläche einer Nutzung zugeführt. Auf dem Areal entsteht ein Neubau für die Ernst-Abbe-Bücherei und den Bürgerservice. Ab Oktober 2019 führten wir vorbereitende Maßnahmen zur Baugrubenherstellung durch. Die Gründungs- und Rohbauarbeiten haben im Juni 2020 begonnen. Die Fertigstellung des Gebäudes und der umliegenden Freiflächen ist für 2023 geplant.

Kontakt

Kommunale Immobilien Jena
Paradiesstraße 6
07743 Jena

Tel.: 03641 49-7000
E-Mail: kij@jena.de

Infos zum Projekt

Laut Merkblatt zum Schutz vor Baulärm und Luftverunreinigung beim Baustellenbetrieb der Stadt Jena, ist

im innerstädtischen Bereich der Betrieb von Baumaschinen auf der Baustelle werktags von 7:00 Uhr - 20:00 Uhr und samstag von 7:00 bis 18:00 Uhr zulässig.


Aufgrund steigender Anfragen zu den Erschütterungen durch Bagger und Walzen:
Es werden in Echtzeit mit verteilten Sensoren auftretende Schwingungen gemäß DIN 4150-3 gemessen. Sobald ein Anhaltswert erreicht wird, bekommt der Fahrzeugführer ein Alarmsignal und stellt umgehend die Arbeiten ein. Dadurch wird der Schwingungsaufbau unterbrochen.

 

  • Größe des Baufelds: ca. 3.700 m²
  • Nutzfläche Bürgerservice: ca. 2.000 m²
  • Nutzfläche Bücherei: ca. 3.800 m²
  • Mitarbeiterarbeitsplätze: ca. 110
  • Geplante Investition: ca. 35,6 Mio. €

Luftbild des Baufeldes und Umgebung © 2019 // kij_berthot

Galerie

Projektverlauf

August 2022

  • Vergabe von 41 der 45 Ausführungslose abgeschlossen
  • 98 % der Gesamtkosten sind beauftragt
  • Fertigstellung der Fassade: 80 %

Februar 2022

  • 90 % der Fenster am Gebäude sind eingebaut
  • 20 % der Fassade sind montiert
  • Bürger-und Familienservice: Errichtung der Trockenbauwände und Installation der Technischen Gebäudeaustattung
  • 24.02.2022: ein Mobilkran hebt das Lüftungs- und Kühlgerät in das Stahlgerüst der Dachzentrale

Oktober 2021

          August 2021

          • Vergabe von 27 der 43 Ausführungslose abgeschlossen
          • 83 % der Gesamtkosten sind beauftragt
          • Fertiggestellte Rohbauabschnitte: 1. und 2. Obergeschoss

          April 2021

          • Fertiggestellte Rohbauabschnitte: Keller- und Erdgeschoss
          • Laufende Ausschreibungsverfahren: Technische Anlagen und Fassadensysteme

          November 2021

          • Fertigstellung des Rohbaus für Unter- und Beginn des Erdgeschosses
          • Vergabe von 8 der 42 Ausführungslose abgeschlossen

          August 2020

          • Abschluss der Bohrungen für Geothermie am 20.08.2020
          • Herstellung der Bodenplatte

          Juni 2020

          • Baustelleneinrichtung und Herstellung des Kranfundaments
          • Beginn des Rohbaus am 22.06.2020

          April 2020

          • Fertigstellung der Baugrube zum 24.04.2020
          • Vergabeverfahren für den Rohbau läuft

          Februar 2020

          • Beginn des Erdaushubs für die Baugrube in der 5. Kalenderwoche

          Januar 2020

          • Fertigstellung der Leitungsarbeiten zum 24.01.2020

          Dezember 2019

          • Unterbrechung der Bauarbeiten ab 21.12.2019 bis zum 06.01.2020
          • 11.12.2019: Beginn der Bohrungen für die Stützwände der Baugrube
          • Zusätzliche Bauzustandsaufnahmen umliegender Gebäude

          November 2019

          • 4.11.2019: Beginn der Tiefbauarbeiten zur Herstellung der Baugrube und Vorbereitung des Fundaments

          Oktober 2019

          • Baustelleneinrichtung, Umverlegung von Leitungen
          • Umsetzung des Kräutergartens an die Gemeinschaftschule Wenigenjena
          • Erteilung der Baugenehmigung

          September 2019

          • Beweissicherungsverfahren der direkt anliegenden Gebäude

          Juli 2019

          • Ausschreibung der ersten drei Ausführungslose: Baustelleneinrichtung; Tiefbau; Baugrube und Tiefgründung

          Mai 2019

          • Zuwendungsbescheid über die Fördermittel durch Thüringer Landesverwaltungsamt

          April 2019

          • Archäologische Ausgrabungen und Untersuchungen auf dem Baufeld
          • Antrag auf Baugenehmigung

          März 2018

          • Start der Planungen
          • Stadtratsbeschluss zur Errichtung eines Neubaus

          Live
          Live-Bild im 10-Minuten-Takt

          WebCam Live-Bild (10-Minuten-Aktualisierung)

          Zeitraffer der letzten 24 Stunden
          Von Mitternacht bis Mitternacht

          Zeitraffer der letzten 24 Stunden

          Bauvorhaben im Zeitraffer
          3 Jahre in 20 Minuten

          Ernst-Abbe-Bücherei

          Die Ernst-Abbe-Bücherei ist die am meisten genutzte Bildungs- und Kultureinrichtung der Stadt Jena und gehört zu den größten und leistungsstärksten öffentlichen Bibliotheken in Thüringen. Mit einem Bestand von ca. 150.000 Medien werden jährlich rund 1 Mio. Entleihungen erzielt. Jährlich nutzen 237.000 Besucher die Bibliothek. Es werden außerdem ca. 530 Veranstaltungen in den Räumen der Bibliothek durchgeführt.

          Raum zum Arbeiten, Lernen und zur Freizeitgestaltung 

          Die Ernst-Abbe-Bücherei steht vor der Aufgabe, mit dem Einzug in das neue Bibliotheksgebäude den Wandel einer Bibliothek der Bücher und Medien zu einer Bibliothek der Menschen und deren Begegnung zu vollziehen. Entstehen soll ein lebendiger Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Interessen zusammenkommen und Raum für ihre Bedürfnisse, für kreatives Arbeiten, zur Kommunikation, zum Lernen und zur Freizeitgestaltung vorfinden.

          Konzeption des digitalen Wandels

          Ziel des Neubaus ist es, für die Jenaer Bevölkerung einen multifunktionalen Ort zu schaffen, der einerseits ein Erlebnis und Kommunikation von Angesicht zu Angesicht bietet und sich zugleich den Anforderungen der digitalen Gesellschaft stellt. Die Verbindung konventioneller und digitaler Medien, eine technisch anspruchsvolle Ausstattung sowie zahlreiche digitale Serviceangebote ermöglichen den geplanten Wandel und damit auch eine eine breite Teilhabe aller Bevölkerungsschichten an digitalen Angeboten und Medienformen.

          Bürger- & Familienservice

          Mit dem Ziel den Bürgern der Stadt Jena viele Verwaltungsdienstleistungen aus einer Hand und an einem Ort mit möglichst geringer Wartezeit zu bieten, startete im Jahr 2000 das Projekt Bürgeramt. Die Aufgaben des früheren Einwohnermeldeamtes, der Zulassungsstelle und die Fahrerlaubnisbehörde bilden den Kern der Dienstleistungen. Seit 2007 wurde der Familienservice etabliert.

          Verwaltung und Entwicklung

          Des weiteren ist der Fachdienst Bürger- und Familienservice für die Durchführung der Wahlen zuständig. Jährlich zählt der Fachdienst Bürger- und Familienservice ca. 120.000 Besucher und bearbeitet pro Jahr 300.000 Vorgänge. Ein Wachstum des Bürger- und Familienservice ist durch die Bevölkerungsentwicklung, den wachsenden Fahrzeugbestand und strukturelle Änderungen in Folge gesetzlicher Änderungen vorprogrammiert. Das Raumangebot und die Raumstruktur können am jetzigen Standort weder den jetzigen, geschweige denn den zukünftigen Anforderungen gerecht werden.

          Der erste Eindruck

          Der Fachdienst Bürger- und Familienservice sieht sich als zentrale Dienstleistungseinrichtung als Tor zur Verwaltung. In dieser Einrichtung wird der erste und weitere Eindruck, den die Einwohner von der Stadt Jena und ihrer städtischen Verwaltung haben, nachhaltig beeinflusst. Für die Kunden wird eine professionelle Dienstleistungsqualität garantiert. Als Voraussetzungen für den moderne Verwaltungsdienstleister soll im geplanten Neubau eine Erweiterung und Verbesserung der Raumsituation insbesondere der Kundenbereiche geschaffen werden.

          Wettbewerb & Entwurf
          Offener zweiphasiger Ideen- und Realisierungswettbewerb

          Die Auslobung des Städtebau- und Architekturwettbewerbs wurde am 22.03.2017 europaweit veröffentlicht.

          Diesem ging der Stadtratsbeschluss aus dem Juni 2016 und fachdienstübergreifende Workshops zur Erarbeitung des Raumprogramms und zu den Inhalten der Auslobung voraus. Die anonyme Durchführung des Wettbewerbs wurde durch das externe Büro Wittenberg Architektur / Quaas Stadtplaner Weimar betreut. In Phase 1 sollten grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden; in der Phase 2 wurden detaillierte städtebauliche, hochbauliche, freiraumplanerische, funktionelle und ökonomische Ausarbeitungen von den Teilnehmenden gefordert.

          Die Jury bestand aus 6 Fachpreisrichter:innen aus dem Bereich Architektur sowie 5 Sachpreisrichter:innen aus Politik und Verwaltung (Landes- und Kommunalebene). Außerdem waren 10 Sachverständige verschiedener Fachrichtungen begleitend involviert (u.a. Beiräte, Nutzer, Behindertenbeauftragte, Fachdienst Bauordnung). Die Sitzungen zur Phase 1 fanden am 21. und 22.06.2017 statt. Eingereicht wurden 70 Arbeiten, davon 7 aus Thüringer Büros und 9 aus dem europäischen Ausland. Die eingereichten Konzepte unterlagen diesen Beurteilungskriterien: städtebauliches Gesamtkonzept; Idee und Leitgedanke; architektonische und städtebauliche Qualität; funktionale Qualität; Erfüllung des Raumprogramms; technische Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

          Zur Phase 2 waren 20 Einreichungen ausgewählt und bis 26.09.2017 19 Arbeiten eingegangen, die am 07.11.2017 in der abschließenden Jurysitzung beurteilt wurden. Es wurde ein 1. Preis und zwei 3. Preise sowie 2 Anerkennungen vergeben.

          Die Wirtschaftlichkeitsprüfung wurde vorgenommen durch die Prof. Uwe Rotermund Ingenieurgesellschaft mbH, Höxter. Das abschließende VgV-Verfahren legte die Umsetzung des 1. Preises dem Stadtrat als Vergabevorschlag vor, der dies am 14.03.2018 beschloss. Die Planungen konnten beginnen.

          Auszug aus der Beurteilung des 1. Preises, Entwurfsverfasser: pbr Planungsbüro Rohling AG, Jena / Stock Landschaftsarchitekten, Jena

          Die Arbeit erfasst alle angebotenen Baufelder und leistet damit einen Beitrag zur Stadtreparatur [...]. Mit seiner dezenten, aber zugleich eigenständigen Fassade mit geschosshohen Vertikallamellen schafft sich der gesamte Bau seine ganzheitliche öffentliche Wahrnehmung. Durch die verschiedenen Ausbildung der einzeln sichtbar werdenden Baukörper wird gleichzeitig differenziert auf die jeweilige städtebauliche Situation eingegangen. [...] Das Gebäude mit ehemaliger Sakristei / Kapitelsaal [Anm.: Karmelitenkloster] bleibt freigestellt und für eine unabhängige museale Nutzung verfügbar. [...]

          Im Inneren bieten die großflächigen Geschossebenen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die sich entwickeltende Bibliotheks- und Servicewelt. Das Raumprogramm ist funktionell und wirtschaftlich erfüllt und ist sehr effektiv hinsichtlich der Verkehrsflächen durch die großen zusammenhängenden Nutzflächen. Die technische Realisierbarkeit steht in keinem Punkt außer Frage.

          (c) pbr 2019